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Schonende Reinigung

Schonende Fassadenreinigung — Backstein, Sandstein, Putz, Holz

Trockeneis statt Hochdruck oder Sandstrahl — Substanz erhalten, ohne Wasser-Entsorgung, ohne Gerüst-Trocknungsstopp

Zielgruppe: Hausverwaltungen, Eigentümer, Denkmal-Architekten, Sanierungsfirmen
Worum es geht

Ausgangslage

Eine Fassade aus dem 19. Jahrhundert ist nicht reparabel. Was an Sandstein, Backstein, Putz oder Fachwerk-Holz weg ist, kommt nicht zurück. Hochdruck-Wasser trägt weichen Putz ab, Sand-Strahlen verletzt die Patina, Chemie greift Bindemittel an. Trockeneisreinigung löst Russ, Algen, Moos, Salpeter und alte Anstriche schichtweise — ohne Material-Verlust am Untergrund. Das Ergebnis sieht nicht nach "frisch geschrubbt" aus, sondern nach "originaler Zustand wiederhergestellt".

Warum schonend

Das Substanz-Argument

Die Trockeneis-Pellets sind mit einer Mohs-Härte von rund 1,5 deutlich weicher als Quarzsand (Mohs 7) oder Korund (Mohs 9). Sie tragen das Substrat nicht ab, sondern lösen die obere Schmutzschicht. Sandstein-Substanzverlust pro Reinigungs-Zyklus liegt bei Hochdruck im Millimeter-Bereich, bei Sand-Strahlen oft höher. Trockeneis bewegt sich im Mikrometer-Bereich, das ist messbar geringer.

Konkrete Anwendungen

5 typische Anwendungs-Fälle

Backstein- und Klinker-Fassaden

Russ aus Stadt-Luft, Algen-Bewuchs an Nordseiten, Graffiti — alles ohne Wasser-Eintrag in die Fugen.

Sandstein-Fassaden im Denkmal

Mit WTA-Merkblatt 3-5/98 als Grundlage, Musterfläche, Denkmal-Abstimmung. Sandstein bleibt erhalten.

Fachwerk und historisches Holz

Eichen- und Lärchen-Balken behalten ihre Faser-Struktur. Kein Wasser-Quellen, kein Pilz-Risiko.

Mineralputz und Edelputz

Algen und Verwitterungs-Spuren ohne Putz-Abtrag — der Putz bleibt strukturell intakt, nur die Oberfläche wird sauber.

Beton-Fassaden und Sichtbeton

Auch Industrie-Beton (Brutalismus, Nachkriegs-Bau) lässt sich reinigen, ohne die Sicht-Struktur zu zerstören.

Warum nicht das andere Verfahren?

Alternativen und ihre Schwächen

Ehrliche Gegenüberstellung — wir benennen die Schwächen der anderen Verfahren konkret, statt sie pauschal abzuwerten.

Hochdruck-Wasser

Substanz-Abtrag bei weichem Sandstein und Putz, Schlamm-Entsorgung, 24-72 h Trocknungs-Stopp, Risiko Wasser-Eintrag in Mauerwerk.

Sand-/Korundstrahlen

Hoher Substanz-Abtrag, sichtbare Strahl-Spuren, Strahlmittel-Entsorgung, oft nicht denkmal-tauglich.

Chemische Reinigung

Säuren oder Lösemittel-Eintrag, oft als Sondermüll entsorgungspflichtig, Reaktion mit Bindemittel.

Nass-Reinigung mit Bürsten

Schweiß-Arbeit, langsam, Wasser-Eintrag — für kleine Flächen ok, für ganze Fassaden zu langsam.

Grundlagen-Erklärer

Wie Trockeneis im Detail wirkt

Stellen Sie sich vor, Sie werfen kleine Schnee-Koerner mit hoher Geschwindigkeit auf eine verdreckte Maschine. Die Koerner sind aber nicht aus Wasser, sondern aus festem CO2 bei -78 Grad. Wenn so ein Korn auf die Verschmutzung trifft, passieren drei Dinge gleichzeitig: erstens, der Aufprall lockert den Schmutz mechanisch. Zweitens, der große Kältesprung macht die Schmutzschicht spannungsspröde und löst die Verbindung zum Untergrund. Drittens, das Eis-Korn wird beim Aufprall sofort zu Gas — und braucht dabei das 800-Fache an Volumen wie zuvor als Festkörper. Diese Volumenexplosion hebt die Schmutzschicht regelrecht ab. Was bleibt: der gelöste Dreck. Sonst nichts. Kein Wasser zum Trocknen, keine Sandkörner zum Aufsammeln, keine Chemie zu entsorgen.

Suchbegriffe, die im Hausverwaltungen, Eigentümer, Denkmal-Architekten, Sanierungsfirmen-Umfeld kursieren:

Preis-Orientierung

Typische Auftrags-Spannen

80 bis 150 m² Wohnimmobilien-Fassade liegt ab 1.800 EUR netto. Denkmal-Fassaden mit Abstimmungs- und Dokumentations-Aufwand 30 bis 50 Prozent teurer. Gerüst wird gesondert kalkuliert. Hydrophobierung als Folge-Schutz hängt am Substrat.

Verfahrens-Vergleich

Trockeneis gegen Hochdruck, Sand-Strahlen, Chemie

Zehn Kriterien — speziell relevant für Hausverwaltungen, Eigentümer, Denkmal-Architekten, Sanierungsfirmen.

Verfahrens-Vergleich — Schonende Fassadenreinigung — Backstein, Sandstein, Putz, Holz
KriteriumTrockeneis (ICE time.)Hochdruck-ReinigungSand-/Korund­strahlenChemische Reinigung
Wasserverbrauchkein Wasserhochkein WasserSpülwasser nötig
Chemie-Belastungkeinekeinekeinehoch
Substanz-Schonungsehr hochmittelgeringmittel
Trocknungszeit nachhersofort24–72 hsofort12–48 h
Eignung Denkmalmeist jaeingeschränktseltenEinzelfall
Eignung Holz/Balkensehr gutneinriskanteingeschränkt
Eignung Motor/Elektroniksehr gutgefährlichneinriskant
Schmutz-Entsorgungtrocken absaugenSchlammStrahlmittelSondermüll
Lärm-Emissionhoch (95–105 dB)mittelhochgering
Aufstellzeit vor Ort20–30 Min.15–30 Min.60+ Min.15–30 Min.
Häufige Fragen

11 Fragen aus dem Hausverwaltungen, Eigentümer, Denkmal-Architekten, Sanierungsfirmen-Alltag

Sehr wenig — wir bewegen uns im Mikrometer-Bereich. Trockeneis-Pellets sind weicher als Quarz oder Korund, sie greifen den Untergrund nicht an. Im direkten Vergleich zu Hochdruck (1-3 mm Putz-Abtrag) oder Sandstrahlen (sichtbare Spuren) ist Trockeneis das mit Abstand substanzschonendste Verfahren für Fassaden.

Ja. Algen und Moos lösen sich gut, weil die Bindung zur Untergrund-Substanz mechanisch zu schwach ist, um dem Aufprall standzuhalten. Salpeter-Ausblühungen lassen sich auch entfernen — wobei wir bei dauerhafter Salpeter-Bildung die Ursache (Feuchtigkeits-Eintrag, Salz-Migration) gemeinsam mit Bau-Experten klären sollten.

Trockeneis gilt als denkmal-tauglich, wenn Musterfläche, Foto-Dokumentation und Abstimmung mit der zuständigen Denkmal-Behörde erfolgen. Wir orientieren uns am WTA-Merkblatt 3-5/98 (Natursteinreinigung). Eine pauschale "Zertifizierung" gibt es im Denkmalschutz nicht — jede Maßnahme ist einzelfallabhängig.

Nein. Das ist der große Unterschied zu Hochdruck. Das Trockeneis sublimiert direkt zu Gas, der gelöste Schmutz wird kompakt und trocken abgesaugt oder gekehrt. Es gibt keine Schlamm-Brühe, keine Wasser-Entsorgung, keine Trocknungs-Phase.

Direkt am Folgetag. Die Oberfläche ist trocken und frei von Rückständen. Das ist ein praktischer Pluspunkt im Vergleich zu Hochdruck — dort warten Sie 24 bis 72 h auf Trocknung, manchmal länger bei dickem Putz.

Backstein, Klinker, Sandstein, Granit, Mineralputz, Edelputz, Fachwerk-Holz, Sichtbeton — bei allen klassischen Fassaden-Materialien funktioniert es. Wichtig ist Druck und Pellet-Größe passend zum Substrat. Vor jedem Einsatz machen wir eine Musterfläche an unauffälliger Stelle, damit Sie das Ergebnis vorab sehen.

Eine Wohnimmobilie mit 80 bis 150 m² Fassadenfläche liegt ab 1.800 EUR netto, Denkmal-Fassaden mit Behörden-Abstimmung 30 bis 50 Prozent teurer. Gerüst und Hydrophobierung kommen je nach Aufwand dazu. Begehung mit Kosten-Schätzung ist kostenfrei.

Wir kommen vor Ort, schauen die Fassade an, machen Fotos von typischen Verschmutzungs-Stellen, legen mit Ihnen eine Musterfläche von ca. 0,25 m² an, dokumentieren das Vorher-Nachher-Ergebnis und liefern dann ein Angebot mit konkreten Werten — Pellet-Empfehlung, Druck-Bereich, Aufwand, Kosten.

Bis 4 Meter Höhe reichen oft Leiter oder mobile Hub-Tritte. Darüber brauchen wir Gerüst oder Hub-Bühne, das ist Sache des Bauherren oder kommt als separate Position ins Angebot. Wir arbeiten mit lokalen Gerüst-Bauern zusammen, können also Pakete schnüren.

Wir arbeiten bei Plus-Temperaturen optimal — bei starkem Frost ist die Temperaturdifferenz zwischen Pellet (-78 Grad) und Substrat zu gering, der Reinigungs-Effekt sinkt. Regen ist kein Problem, weil unser Verfahren ohne Wasser arbeitet. Im deutschen Sommer und Herbst sind die Bedingungen ideal.

Ja. Nach der Trockeneis-Reinigung ist die Oberfläche ideal vorbereitet für Hydrophobierung (gegen Wasser-Aufnahme) oder Schutz-Beschichtung (gegen Algen, Graffiti, UV). Das machen wir in einem Folge-Termin, in der Regel 1 bis 3 Tage nach der Reinigung.

Anwendung prüfen für Ihren Fall.

Begehung mit Musterfläche ist kostenfrei. Wir kommen in Ihren Betrieb, machen Fotos, legen eine Probereinigung an und liefern Angebot mit Aufwand und Kosten.

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